Archiv für den Monat Januar 2016

Mafaldine con carciofi e salmone

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Pasta Magie – eine Welt für sich…

Ich halte kurz inne. Man kann mich getrost Pasta-Fetischist taufen. Gelockte Fussili, elegante Linguine und zarte Farfalle (übersetzt: Schmetterling) gehören zu meinen Lieblingen. Aber ich glaube, dass die königliche Mafaldine meine liebste Pastasorte ist. Ihre Lamellen aus Teig erinnern an magische Korallenriffe, die dank dem wohltuenden Gewicht weichen Wassers bis in alle Ewigkeit vor urbaner Lautstärke und alltäglichen Turbulenzen abgeschnitten sind.

Sie sind wohl nach der neapolitanischen Prinzessin „Mafalda von Savoyen“ benannt, die edle spitzenbesetzte Kleider trug, wie es sich nun mal für eine richtige Prinzessin gehörte. Diese Pasta erinnert an den wellenförmigen Saum ihrer königlichen Roben. Ich finde Pasta sollte man stets mit einer königlichen Haltung zubereiten und auch genießen. „Königlich“ kann man an dieser Stelle natürlich interpretieren wie man möchte. Für mich heißt es kontextgerecht: gute Mucke angeworfen, Gläschen Wein parat (ganz nach dem Grundsatz „ich koche gerne mit Wein und manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen“) und wild gestikulierend sowie tanzend fortbewegen, damit sich die Aromen im ganzen Haus verteilen. Die Nachbarschaft soll schließlich gleich mit betört werden. Sie eignen sich toll für weiche & geschmacksintensive Soßen. Ich habe mich heute für eine erfrischend sommerliche Variante entschieden, die das grau-kalte Winterwetter mal für einen genießerischen Augenblick links liegen lässt. Mmmh ihr werdet es lieben!

Die Pastaspiele mögen beginnen!!!

Zutaten für 3 Portionen:

  • 300g Mafaldine (Alternative: neeee, Mafaldine sind zu toll! Im äußersten Notfall jedoch Pappardelle, Tagliatelle oder Farfalle)
  • 2 EL Ghee/Butterschmalz oder Kokosfett
  • 3 Zehen Knoblauch, gepresst
  • je 1/2 TL gem. Koriander sowie schwarzer Pfeffer
  • 280g Artischockenherzen (in Öl eingelegt), abgetropft und klein gehackt
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • fein abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
  • 150ml heißes Pastawasser ausm Kochtopf
  • Walnussgroßes Stückchen Butter (ca. 30g)
  • 150g guter Bio-Räucherlachs, klein gezupft
  • 1 Bund glatte Petersilie (ca. 50g), grob gehackt
  • Salz, gutes Olivenöl

Zubereitung:

Alle Zutaten wie oben angegeben bereitstellen. Die Kochprozedur ist kein langwieriges Unterfangen – hopphopp und happhapp quasi. Solange unsere lieblichen Mafaldine kochen, können wir geschwind die Soße fertigstellen.

1.) Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen

2.) Ghee/Butterschmalz oder Kokosfett in einer großen Pfanne anheizen.

3.) Mafaldine nun ins kochende Salzwasser schubsen.

4.) Gepresste Knoblauchzehen kurz in der Pfanne schwenken. Zitronensaft, -schale, Artischocken, Koriander sowie schwarzen Pfeffer sogleich hinzufügen und alles schön miteinander vermählen.

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5.) Vom kochenden Pastawasser, in dem die Mafaldine schwimmen und allmählich al dente werden, 150ml abnehmen und gemeinsam mit der Butter in die Pfanne geben. Unsere Soße nun auf mittlerer Stufe weiterköcheln und etwas eindicken lassen. Eventuell mit einer guten Prise Salz nachwürzen.

6.) Pasta abgießen und zusammen mit dem Räucherlachs und der Petersilie in die Pfanne geben. Alles liebevoll vermengen und dabei den wundervollen Duft einatmen.

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7.) Den Pfanneninhalt schwungvoll auf 3 Teller verteilen und mit enorm guten Olivenöl besprenkeln.

8.) Der Drehmoment zählt. Ein hungriges Lächeln schmückt die Motorik. Der Atem hält inne, um dieser köstlichsten Materie Platz zu machen. Buon appetito!

Peace & Honig

Euer Teigling