Laddus mit Mandeln

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Laddus, hier auch bekannt als „indisches Nougat“, ist eine traditionell indische Süßspeise, die mit einer gigantischen Vielfalt lockt. Sie werden oft für große Events oder Familienfeste zubereitet, wie z.B. Hochzeiten oder als Opfergabe bei hinduistischen Ritualen gereicht.

Die Basis der folgenden Version besteht aus Kichererbsenmehl. Drumherum kann sich alles mögliche formatieren. Ich habe die Laddus mit gehackten Mandeln verfeinert. Alle möglichen Arten von Nüssen, Kernen oder Samen sind möglich! Auch gehackte Trockenfrüchte können hinzugefügt werden. Dadurch wird der Verzehr von wundervollen süßlich saftigen Momenten begleitet. Auch in Sachen Würze kann man sich herrlich austoben mit Zimt, Kardamom, Ingwer, Piment, Muskat, Anis, Pfeffer, Kurkuma oder Fenchel! Einfach mal ausprobieren! Die Zutaten kriegt man für gewöhnlich im Bioladen, Reformhaus, Asia shop oder manchmal sogar im hiesigen Supermarkt.

Inspiration! Ich komme gerade frisch von der großen 5tägigen Ayurveda Kochschule, die meine Klamotten mit einem intensiven Kreuzkümmel-Duft benetzte! Unser Lehrer predigte uns non stop „Kocht mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf!“

Deshalb appelliere ich nun auch an eure Herzen! So toll meine Rezepte auch sind und so präzise ich sie nach meinem Geschmack für euch niedergeschrieben habe, macht immer euer eigenes Rezept daraus und würzt nach eurem Gusto. Mit der Zeit entwickelt sich ein ganz natürliches Gespür für die eigenen Vorlieben und ihr könnt jedem Gericht eine ganz individuelle liebevolle Note geben. Klingt doch phantastisch oder?

Achja, ich habe noch etwas „enorm wichtiges“ gelernt. Und zwar lässt man den Löffel besser nie im Kochtopf liegen, wenn man gerade anderswo beschäftigt ist, denn dann fließt die Energie angeblich aus dem Essen raus. Desweiteren fügt man dem Essen Energie zu, wenn man im Uhrzeigersinn rührt. Well, Glaube versetzt Berge, also lassen wir dieses Mysterium mal außer Acht und stellen die guten Vibes des Kochs an erste Stelle.

Zeit für Laddus! Zutaten für ein großes Backblech:

  • 500g Kichererbsenmehl
  • 500g Bio-Butter
  • 300g gehackte Mandeln
  • 450g Jaggery-Zucker, gehackt
  • Mein Gewürzmix: 2 TL Zimtpulver, 1 TL gemahlener Kardamom, 1/4 TL geriebene Muskatnuss

Zubereitung:

Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Kichererbsenmehl hinzufügen und vermengen. Das Ganze wird nun unter ständigem Rühren ca. 45 Minuten leicht geköchelt. Mit der Zeit entwickelt sich ein herrlich warmer nussiger Duft und die Masse wird durch das Rösten etwas dunkler.

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Nach 40 Minuten fügt man die gehackten Mandeln hinzu und röstet sie 5 Minuten mit. Dann rührt man den Jaggery, die Gewürze und nach Geschmack auch gerne gehackte Trockenfrüchte unter (z.B. Aprikosen, Feigen, Rosinen..)

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Unsere Laddumasse nun so lange rühren, bis sich der Jaggery aufgelöst hat. Dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und fest drücken. Das Blech an einem kühlen Ort einige Stunden vollkommen auskühlen lassen. Die Masse wird dann schön fest, sodass man sie in kleine Rauten schneiden kann.

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Im Kampf gegen kleine Nachmittags-Tiefs eignen sie sich hervorragend. Auch bei süßen Gelüsten sind sie sehr empfehlenswert, denn die Dinger sind echt nahrhaft und das meine ich auch so! Sie nähren uns, da sie aus „echten“ Zutaten bestehen. Jaggery z.B. ist ein vollkommen unraffinierter Palmzucker. Er beinhaltet noch alle gesunden Mineralstoffe -nicht wie unser weißer plattgewalzter Industriezucker! Im Ayurveda wird Jaggery sogar als Heilmittel verwendet. Ich persönlich esse 2 Laddus und fühle mich dann schon rundum zufrieden. Wenn ich das mit herkömmlichem „Knabberkram“ vergleiche, fällt das schon ganz anders aus. Nehmen wir mal meine Lieblings-Standard-Schokorosinen ausm Supermarkt oder Toffifee, welche ich ja echt gerne mal nasche. Bei diesen Produkte reicht mir eine kleine Menge nicht. Ich habe eher das Bedürfnis ganz viel davon zu essen und das liegt daran, dass die Zutaten einfach keinen Nährwert mehr haben. Kann man einfach mal ausprobieren. Die Intuition, was wirklich gut für uns ist, steckt glücklicherweise in jedem von uns. Ich bin mein bester Therapeut!

Adieu ihr Lieben! Die Hüterin des Küchenfeuers wünscht euch eine wundervoll sonnige Woche und vergnüglichen Laddu-Genuss!

Peace&Honig

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  1. Selten ein so schönes Laddu-Rezept gelesen, herzerfrischend:-) ich habe es gestern noch selbst einer Freundinnen geschickt für ihren Blog, bin selbst ein absoluter Laddufan:-) danke trotzdem, auch für die tolle bildanleitung!
    Ps: ich gebe noch Carob Pulver dran, dann wird’s schön dunkel! ( siehe Backen nach Ayurveda von P. skibbe)

  2. Guten Morgen 🙂
    das freut mich sehr, dank dir! Das Skibbe Buch habe ich natüüürlich auch (Carob- & Haselnussbiskuit sind ein Traum!) 😉 schau mal hier, ein etwas älterer Laddu-Post:

    https://dancinglovehandles.wordpress.com/2012/05/12/hey-laddu-mal-den-laddu-in-ruh%C2%B4/

    Carob passt da einfach super rein, das stimmt! Die Haselnüsse verbreiten noch zusätzliches Nougat-Flair. Nur den Honig würde ich nun durch Jaggery ersetzen und so wie hier verarbeiten. Honig macht Laddus nämlich eher klebrig und weich. Musste die Kugeln deshalb im Kühlschrank aufbewahren, damit man sie schön in die Hand nehmen konnte. Mit Jaggery bleiben sie auch bei Raumtemperatur ganz kompakt und halten sich -z.B. in einer Keksdose aufbewahrt- echt lange! Grüß dich sonnig 🙂

    • Ich hab es neulich auch erstmalig mit Jaggery gemacht, da muss man erstmal dran kommen;) aber die Konsistenz war wirklich, da haste recht. Dann kennste ja auch Energiebällchen…;) die finde ich ja GÖTTLICH :-))
      Runde laddu kannte ich aber auch noch nicht!!
      Ich hab übrigens gerade deine kokosbanane ausprobiert:-) aber im Glas:-D köstlich!!!
      liebe Grüße, Simone

  3. Hey ihr Genießer, @ Yogafrosch: Kokosbanane im Glas ist ne super Idee, haste extra Ofenformen aus Glas? Mach ich auch mal, aber in meiner Lieblingstasse ;o)
    @Tanja: du wirst sehn, dat klingt nicht nur gut. Ich mache sie auch bald wieder, dann probier ichs mal mit gehackten Macadamianüssen und Cranberries.
    Sonnigen Gruß!

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