Ein Grießbrei, ein Gedanke!

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Grießbrei habe ich schon als Kind unfassbar gern gegessen und da Kinder immer wissen, was gut für sie ist, sollte man altbewährtes unbedingt wieder aufleben lassen. Mein heutiger Grießbrei hat mich nachdenklich gemacht und zu folgendem Eintrag inspiriert…

Denkt, handelt und esst wie Kinder! Dieses Bedürfnis zum Beispiel, vor dem Essen etwas zu naschen, ist ganz natürlich. Wenn euch danach ist, gönnt euch vor dem Essen eine kleine Süßigkeit. In der Kindheit wird man fehlgeleitet von Sätzen wie „Nein, du kriegst erst etwas Süßes, wenn du deinen Teller brav leer gegessen hast“. Dabei beginnt die Verdauung mit dem süßen Geschmack und regt den Appetit an. Hingegen beeinträchtigt ein Dessert nach dem Essen die Verdauung und kann auf Dauer unseren Blutzuckerhaushalt ganz schön durcheinander bringen. Ich betone „auf Dauer“, denn am Ende machens immer die Menge und die Regel. Gelegentlich ein Dessert nach dem Essen zu genießen ist nichts verwerfliches, ich liebs ja auch! Wir sollten nur vorher in uns hinein spüren, was uns wirklich gut tut, ob nur Gelüste aus uns sprechen oder sich gar Fehlprägungen aus der Kindheit einschleichen, die wir nun revidieren können. Außerdem..Süßigkeiten als Belohnung, dass man seinen Teller leer gegessen hat? Klingt schon ein bisschen nach Dressur!

Mich an meine kindlichen Vorlieben zu erinnern und auf meine Intuition zu hören, habe ich während meiner Ausbildung zur Ayurveda Ernährungs-/Gesundheitsberaterin gelernt. Wir haben jegliches Wissen zur Heilung in uns und das Schönste ist, es gibt keine verbotenen Lebensmittel. Von Bedeutung ist vielmehr wann und für was etwas eingesetzt wird. Wenn wir uns darin üben, endlich wieder auf unsere kindliche Intuition zu hören, finden wir heraus, was, wieviel und wann etwas wirklich gut für uns ist.

Diese innere Stimme zu trainieren ist wahrlich nicht einfach. Unsere heutige Lebensmittelindustrie macht uns mit all ihren Konservierungsmitteln, Geschmacksverstärkern und Zusatzstoffen abhängig von ihrer Nahrung, sodass die Umstellung auf echte & natürliche Nahrung einem Drogenentzug gleichkommt. Ein Blick auf die Zutatenliste mancher Lebensmittel lohnt sich! Was ich da sehe, verwirrt mich, denn ich kenne diese ganzen Buchstaben, Zahlen und Aromen nicht..das können keine Zutaten sein. Uns werden leere Lebensmittel (besser: Suchtmittel) verkauft und was wir davon haben sind Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Erste-Welt-Wehwehchen wie Migräne, Verdauungsbeschwerden, Depressionen und letztendlich ein paar Jahre weniger. Wir können einfach weiteressen und die sinkende Lebensqualität gleichgültig hinnehmen. Wir können uns aber auch für ein schönes Leben entscheiden und anfangen uns zu >ernähren<, geistig & körperlich, statt einfach nur zu essen! Dann verschwinden auch all die Mangelgefühle, die viele sich nicht erklären können und die Ersatzkompensation findet ihr Ende.

Viele fühlen sich angegriffen, sobald der Begriff „Ernährung“ fällt. Ernährung hat eben viel mit Emotionen zu tun, deshalb ist es ein heikles Thema. Eine Ernährungsumstellung ist für viele ein Genussverbot und macht keinen Spaß. Viele kennen eben nur die eine Seite der Medaille. Man kann es niemandem verübeln, denn Essen, vorallem mit all den unnatürlichen Zusätzen, beruhigt auf direktem Wege. Es befriedigt und lenkt ab, weshalb es leider ein beliebtes Mittel gegen Langeweile ist. Deshalb wird Essen mit Sicherheit und Entspannung verbunden. Das ist auch völlig richtig, jedoch wird diese Methode heutzutage falsch gehandhabt. Ein Beispiel: Du warst den ganzen Tag unterwegs und kommst mit leerem knurrenden Magen gestresst nach Hause. Endlich daheim, der Stress darf abfallen, du willst dich entspannen. Was machen viele in so einer Situation? Gleich in die Küche zum Kühlschrank sprinten, Schuhe und Jacke werden erst gar nicht ausgezogen. Dann wird erst mal gerissen, was die ungeduldige Müdigkeit erfreut und das sind meistens Schokolade, Chips, Pizza und co. Die Beute wird träge auf die Couch geschliffen und die Glotze halbherzig angeschmissen.

Jepp, wir alle kennen diese betäubenden Szenen und wir alle wissen > das geht auf jeden Fall besser!! Blöderweise denken wir nicht weiter. Wie fühle ich mich am nächsten Tag oder in ein paar Jahren? Möchte ich mit 70 noch fit sein? Klaro, das möchten wir doch alle, vorher muss man sich allerdings dem Lebensmittelindustrie-Entzug widmen, um echte und gesunde Nahrung wieder schmecken zu können. Das ist natürlich eine Übungssache. Eine an Geschmacksverstärker gewöhnte Zunge für leckere Gemüsesuppen oder Eintöpfe zu begeistern, braucht seine Zeit! Man sollte grundsätzlich erst mal bei sich selbst beginnen, für sich sorgen, verinnerlichen und erfahren, ehe man Aufklärung bei Familie & Freunden betreibt. Das bringen uns doch schon die Stewards & Stewardessen im Flugzeug bei. Zuerst lege dir selbst die Schwimmweste an und dann den anderen. Natürlich sind Meinungen unterschiedlich. Es wird immer Menschen geben, die vehement gegen Gesundheit ankämpfen werden, die sich bis zum bitteren Ende an ihre Tiefkühlpizza, ihren Joghurt mit Erdbeer-Aroma und die fette Leberwurst mit leckerem Natriumnitrit und noch köstlicherem E200 klammern werden. Womit würde unsere heutige Lebensmittelindustrie, die ganzen Ärzte mit ihren Pillen und die Krankenhäußer denn sonst ihr Geld verdienen?

Das zu akzeptieren, ruhen zu lassen und alleine Schritt für Schritt kleine Veränderungen in den Alltag einzubauen macht wirklich Spaß! Man kann ihn tätigen, den berühmten ersten Schritt. Es lohnt sich!

Mit diesem Rezept schenke ich euch den ersten kleinen Schritt.

Morgens ein erdend warmer Start in den Tag und abends ein Garant für guten Schlaf.

Anja Kindheits-Grießbrei deluxe

Zutaten für 2 Portionen:

  • 60g Dinkel Grieß
  • 400ml pflanzl. Milch (z.B. Soja-, Hafer-, Dinkelmilch) oder Bio Kuhmilch (nicht pasteurisiert)
  • 2 EL Rosinen (nach Geschmack auch gehackte Datteln, Pflaumen…)
  • 2 EL gehackte Nüsse&Kerne (z.B. Cashewkerne, Mandeln, Walnüsse..)
  • 1/2 TL Zimt
  • je 1/4 TL Kardamom, Kurkuma, Piment, Ingwer, Anis (optional, was gerade da ist und schmeckt!)
  • 3 EL Ahornsirup
  • 1 EL Ghee/ Butterschmalz (Bio) oder Kokosöl

Zubereitung:

Milch mit Rosinen, Nüssen und Gewürzen bei mäßiger Hitze aufkochen. Den Dinkel Grieß unter ständigem Rühren in die Milch einrieseln lassen. Einige Minuten (ca. 5 Min.) ganz leicht kochen lassen bis der Grießbrei schön dick breiig ist. Von der Herdplatte nehmen, Ahornsirup und Ghee gefühlvoll unterrühren und auf 2 Schälchen verteilen. Euer inneres kleines und das äußere große Kind werden es lieben!

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Ich wünsch euch ein gemütliches und pfiffiges 3. Adventswochenende!

Eure Anja

Peace&Honig

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  1. Servus Anja, hab gestern spontan den Grießbrei gekocht….was soll ich sagen….einfach himmlisch. Ich hab ihn mit Kamutgrieß, Rosinen, Datteln und Cashewkernen hergestellt – das war viiiiel besser als die Erinnerung an die Kindheit. DANKE DIR und ein besinnliches und köstliches Weihnachtsfest.
    Conni Ruff

  2. Moin ihr Lieben, ai dat freut mich wirklich sehr! Kamutgrieß hab ich noch nie probiert, frag morgen gleich mal in unserm Biolädchen nach… buon appetito e NAMASTÉ! 😉

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