Selfmade Ghee oder wie Omi sagt: ‚Butterschmalz‘

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 Aufgepasst – das richtige Fett braucht wie ein holdes Weibsbild Respekt, Bemühen & special treatments. Das macht den Unterschied & wer hätte gedacht, dass dieser so golden schön sein kann…

Butterschmalz/-reinfett, im asiatischen Raum als „Ghee“ bekannt, ist nichts anderes als geklärte Butter, der durch langsames Kochen Milcheiweiß, Wasser und Milchzucker entzogen werden. Daher hält es sich richtig aufbewahrt um einiges länger und eignet sich dank des hohen Rauchpunktes prima zum Braten und Frittieren! Beim Braten mit normale Butter, sensiblen Nussölen oder Olivenöl entstehen schnell schädliche Stoffe und vorallem viel Rauch. Gute Öle sollte man stets wie einen Schatz, wie einen Schmetterling in der hohlen Hand behandeln und unbedingt frisch über das fertige Essen geben oder für Dressings etc anrühren. Qualität & die richtige Fett Handhabung inmitten eines öligen Wunderlandes verwandelt es erst in ein wahres Gehirn- & Schönheitstonikum voll mit köstlichen Aromen und Vitaminen.

Speziell Butterschmalz/Ghee gilt als das Allheilmittel im Ayurveda. Es fördert die Verdauung, einen wachen Geist, entgiftet, wirkt entzündungshemmend, verjüngend und zellregenerierend. Ghee ist einfach super! Äußerlich angewendet, z.B. bei der Fußmassage, hilft es bei Schlafstörungen, Nervosität und versorgt zudem mit viel Feuchtigkeit. Einige Tropfen Ghee körperwarm in die Nasenschleimhäute einmassiert und leicht hochgezogen, können bei Kopfschmerzen und Trockenheit Abhilfe schaffen. Über Ghee könnte ich tatsächlich stundenlang palavern und in öliges Schwelgen verfallen. Probiert es einfach mal aus. Es geht wirklich ratzfatz und mit der folgenden Anleitung kann rein gar nichts schief gehen:

Zutaten für etwa 400g Ghee:

  • 500g gute Bio Butter
  • 1 kleiner Topf, 1 kleine Schüssel, 1 Sieb, 1 Serviette, 1 lichtundurchlässiges Gefäß

Zubereitung:

Butter in Stücke schneiden, in den Topf geben und langsam schmelzen. Anschließend ca. 40 Minuten auf niedriger Stufe leicht köcheln lassen. Dabei hin und wieder mit einem sauberen Löffel umrühren. Der ganze schaumige Schnickschnack, den wir nicht in unserem Ghee haben wollen, setzt sich zunehmend an der Oberfläche ab.

Wenn sich der Schaum nach ca. 40 Minuten klar von der darunter liegenden goldenen Flüssigkeit getrennt hat, können wir ans Klären gehen. Die Serviette legen wir in ein Sieb, setzen dieses auf ein Schüsselchen und seihen unser flüssiges Ghee ab (siehe Foto).

Es wird beim Abkühlen übrigens fester und matt cremefarben. Man sollte es lichtgeschützt z.B. in Keramik- oder Tonschalen aufbewahren. Desweiteren sollte man es „atmen“ lassen, d.h. das Gefäß mit einem Küchentuch abzudecken reicht vollkommen aus. Ich bewahre mein Ghee in einem normalen Einmachglas auf, über das ich ein Geschirrtuch lege, damit es genau wie ich frei atmen kann und nicht dem Licht ausgesetzt ist. In der Sonne lieg‘ ich allerdings äußerst gern 🙂

So schnell ist ein goldgelbes Lebenselexier gezaubert. Sein wohliger Duft inspiriert mich immer wieder zum Kochen und Backen! Achja und selbstgemachtes Ghee ist nicht nur besser, sondern auch um einiges günstiger als fertiges ausm Laden. Die Herznote ist sowieso unbezahlbar!

Leset! Entdecket! Sieget!

Genießt eure Woche, vielleicht etwas öliger als sonst..

Peace&Honig baby!

Euer Supergheerl

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  1. Bei dir sieht das super easy aus. Hatte kürzlich meinen ersten Versuch gestartet und der ging voll in die Hose –> ist angebrannt… 😦 Dafür hat unsere Bude drei Tage lange wie die Küche in Birstein gerochen. Hatte auch was 😉

    Liebe Grüße,
    Andreas

  2. Der Gregor lässt doch niemals das Ghee anbrennen 😛 ..aber ja, so ein buttriger Duft im Haus ist toll, kriegt man Weihnachtsstimmung hehe. Versuchs einfach immer wieder! Wenn du die Butter mäßig köcheln lässt und gelegentlich mit einem sauberen Löffel umrührst, kann eigentlich nichts schief gehen!
    Grüetzi 🙂
    Anja

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