Archiv für den Monat Juni 2012

Spaghetti „Fetagold“

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Der Mangold sprießt in unserm Garten. Da müssen super Sachen in der Erde sein, dass es den Pflänzchen so gut geht. Es ist echt schön, wenn der Garten vorgibt, was so tagtäglich auf den Tisch kommt.

Einen Applaus für die heutigen Spaghetti mit Mangold-Feta-Sahnesößchen!! Da capo!

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500g Spaghetti (heut gabs bei mir mal Dinkelspaghetti)
  • 500g Mangold
  • 1/2 rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Zehe Knoblauch, fein gewürfelt
  • 1 Stück Ingwer (halber Daumen etwa), fein gehackt
  • je 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel, Kurkuma & Koriander (nach Geschmack! Phantasie bitte!)
  • 1/4 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 250ml Sahne (ich hatte Hafersahne; Soja-, oder Dinkelsahne gehen auch)
  • 200g Fetakäse
  • Salz
  • Ghee, Butterschmalz oder ein Pflanzenöl zum Braten

Goldene Zubereitung:

Den Mangold ordentlich waschen, trocknen und von den Stielen trennen. Blätter in Streifen und die Stiele in kleine Stücke schneiden. 1 EL Ghee, Butterschmalz oder Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel-, Knoblauch- und Ingwerstücke darin andünsten. Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma sowie schwarzen Pfeffer hinzugeben und mischen. Dann kommen die Mangoldblätter mit einem kleinen Schuss Wasser in den Topf. Parallel die Stielstücke in einem zweiten kleinen Topf separat gar köcheln. Wenn die Blätter zusammengefallen sind, die Sahne dazugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Nun den Feta zerkrümeln und gemeinsam mit den Stielstücken unter die Blätter heben. Das Ganze mit Salz abschmecken.

Das Wichtigste kommt zum Schluss > Spaghetti wundervoll al dente kochen und mit der Mangold-Feta-Sahnesoße vermischen.. dat wärs! Jaja Dinkelspaghetti sollte man einem italienischen..ach was plapper ich da..einem sizilianischen Papa besser nicht vorsetzen, aber ich gehe das Risiko immer wieder gerne ein. Heute hats ihm sogar fabelhaft geschmeckt, wie sonderbar!

Allora buon appetito werter Leser und eine wundervolle Woche wünsche ich!

Peace&Honigküsse

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Mohnolicious die Sechste

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„Wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen.“ (J.-J. Rousseau)

Die Franzosen sind ja so clever! Brot haben wir zwar, aber nen Mohn-Rausch wolle mer trotzdem!

Zutaten für eine Springform (26-28cm Durchmesser):

  • 250g Dinkelmehl
  • 1 Pck. Vanille Puddingpulver
  • 2,5 gestrichene TL Backpulver (ideal: Weinsteinbackpulver)
  • 20g Speisestärke
  • 250g Roh-/Vollrohrzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 250g weiche Butter (vegane Alternative: Margarine)
  • 6x Ei-Ersatz aus 6 EL Sojamehl vermischt mit 12 EL Wasser (oder eben 6 Eier für die Eierköpfe (o:)
  • 8 EL Sahne (vegan: Hafer-, Dinkel-, Sojasahne) vermischt mit 8 EL Likör (ich hatte Yoghurt Likör von Bols, toll!)
  • 1 Pck. Mohnback

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die weiche Butter, Zucker & Vanillezucker fluffig cremig schlagen (Foto 1). Nach und nach den Ei-Ersatz (oder 6 Eier) ordentlich unterschlagen. Nun Dinkelmehl, Puddingpulver, Backpulver sowie Speisestärke in einer zweiten Schüssel vermischen. Diese Mehlmischung abwechselnd mit dem Likör-Sahne-Mix unter die Buttermasse schlagen (Foto 2). Die Hälfte des Teigs in die gefettete Springform streichen. Zweite Teighälfte mit Mohnback vermischen und oben drauf streichen (Foto 3).

Das rohe Ungetüm kommt nun für 40-45 Minuten in den vorgeheizten Ofen und verwandelt sich in einen goldbraunen Kuchen, der so saftig ist, dass man… haaach ich weiß es nicht.

Den Kuchen kann man natürlich auch in einer Gugelhupf- oder Kastenform backen. Wie die Backzeiten hier aussehen, weiß ich allerdings nicht. Einfach mal ausprobieren und die Stäbchenprobe am Ende nicht vergessen!

Ein wunderprächtiges Wochenende wünsche ich euch!

Spaghetti Rucola di Babbo

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Der nussig scharfe Rucola, bei uns auch als Rauke bekannt, wächst wie Unkraut im Garten! Deshalb kommt er momentan jeden Tag auf unsern Tisch.

Ich habe mal ein wenig recherchiert und fand heraus, dass sich schon die Germanen an ihm erfreuten und er sogar als Potenzmittel galt. Zum Stier bin ich bis jetzt aber noch nicht geworden!

Rucola ist reich an Senfölen, weshalb er so aromatisch und etwas bitter ist!  In ihm steckt ebenfalls viel Folsäure, unerlässlich bei Wachstums- und Zellteilungsprozessen. Weiterführend ist er sehr lecker und man kann so viel mit ihm anstellen! Vor allem stellt mein Papa die besten Spaghetti Rucola mit ihm an, dat müsst ihr erleben, janz einfach!

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500g Spaghetti
  • 3 große Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 in Salz&Öl eingelegte Anchovis (Europ.>Sardelle; Kann man natürlich weg lassen! Alternativ evtl. Kapern?)
  • ne volle fette Schüssel Rucola (siehe Foto)
  • 1 EL Butterschmalz/Ghee
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Babbo macht Paaaaastaaaaaa:

Zuerst kommt der große Pastatopf voll Wasser auf die Herdplatte und wird angefeuern. Super wärs, wenns nach der folgenden Vorbereitungsphase bereits kocht.

Allora nun wäscht und hackt mein Papa die Tomaten ganz klein und legt sich zwei dicke Knoblauchzehen sauber zurecht.

Die Tomaten vermischt er mit 1 TL Salz und pfeffert sie gehörig.

Dann holt er die Anchovis/Sardellen ausm Glas, lässt sie etwas abtropfen und hackt sie ebenfalls ganz klein.

Nun wäscht er den Rucola ordentlich durch und hackt ihn grob!

Jetzt erhitzt er 1 EL Butterschmalz in einer großen Pfanne (mittlere Hitze) und haut einmal auf die zwei Knoblauchzehen drauf. Wenn sie leicht zerdrückt sind, geben sie ihr Aroma nämlich besser ins Fett ab!

Stichwort! Die zerdrückten Knobizehen kommen nun in die heiße Pfanne! Parallel dazu hüpfen Salz & Spaghetti ins kochende Wasser. Knobi kurz anbraten, dann gehackte Tomaten und Anchovis dazugeben, weiterbraten. Nach einer Minute kommt die ganze Ladung Rucola dazu..jepp, die Ganze! Einfach Schüssel in die Pfanne stürzen. Zunächst hat man natürlich einen riesen Berg Rucola in der Pfanne. Keine Panik, einfach den Pfannendeckel drauf drücken, weiterdünsten und sehen wie der Rucola nach und nach komplett zerfällt. Währenddessen das Grünzeug gelegentlich vorsichtig wenden. Am Ende hat man im Vergleich zu vorher kaum noch was in der Pfanne, wie Magie!

Sobald die Pasta al dente ist, abgiessen und dabei ein Tässchen Nudelwasser auffangen. Pasta gemeinsam mit dem Nudelwasser, einem ordentlichen Schuss Olivenöl (ca. 70ml) und dem Pfannen-Rucola schön vermengen. Das kann man z.B. auf einem großen Pasta Servierteller machen oder in einer Schüssel. Im heißen Topf würden die Spaghetti evlt. noch nachgaren und dat wolln mer ja net, wenn sie schon perfekt al dente sind, gell?

Buon appetito!

Ganz schön coolen Babbo haben wir und zaubern kann er auch! Nach dem Essen hat er uns gezeigt wie man zwei Gabeln mit Hilfe eines Zahnstochers und einer Flasche schweben lässt. Tataaaa: