Plätzchen-Entzug

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Die besinnlich naschhaften Festtage sind vorbei und die übrig gebliebenen in den Dosen dösenden Weihnachtsplätzchen schmecken nicht mehr so recht.

Deshalb steig ich nun auf Schildkröten um!

Es wurde reichlich gekocht, getrunken, gelacht, geschlemmt und auch Freudentränen wurden willkommen geheißen. Zum Glück feiern wir mehrere Male im Jahr ein Fest der Liebe. Letztens zelebrierten meine Kumpelinen und ich mit Bier und Bitter Lemon ihre Existenz. Nächste Woche wird der Liebe vielleicht mit einer Pizza vom Lieferservice gehuldigt oder mit ner Runde auf der Eisbahn.. oder wir jauchzen jetzt mal vor Freude kurz auf.

Das Fest der Liebe = Leben = Frühling = Sommer = Herbst = Winter = Eiscreme = Suppe = Milch = Bier = Du = Ich = Alle

Oh und Liebe = Kochen.. deshalb hier mein süßes Meisterwerk, das meine Lieben am 1.Weihnachtstag genießen durften!

Süßes Dreiergespann – Kürbis-Dattel-Konfekt, Vanilleeis und Mandel-Pudding mit Keks

Allora wie wirds denn nu´jemacht?

Zuerst einmal ist das Vanilleeis gekauft, weil ich dafür zu faul war! Über das Vanilleeis habe ich Amarenasirup geträufelt, wobei man hier auch alle möglichen Fruchtsoßen verwenden kann,  hauptsache Farbe&Geschmack kommen ins Spiel.

Das Kürbis-Dattel-Konfekt ganz links ist eine sehr leckere ayurvedische Süßspeise. Sie erinnern an Marzipankartoffeln..Mandeln werden einfach nur durch gemahlene Kürbiskerne + Datteln ersetzt. Beides wird in der Küchenmaschine zu einer marzipanmäßigen Masse klein gemixt und mit Honig verknetet. Dann formt man kleine Kugeln daraus, wälzt sie in Kokosraspel oder glasiert sie mit flüssiger Kuvertüre, wie man möchte. Ich habe sie kühl gestellt, dann bleiben sie schön kompakt und fest.

Zutaten für ca. 12 Stück:

  • 100g getrocknete Datteln
  • 100g Kürbiskerne (natürlich grün ohne Schale)
  • etwa 1 EL fester Honig

Einfach wie oben angegeben zubereiten. Für Veganer einfach den Honig durch Ahornsirup ersetzen.

Zu guter letzt..unser unfassbar köstlich cremiger Mandel-Reis-Pudding:

Zutaten für etwa 6 kleine Schälchen à 150 ml (siehe Foto):

  • 50g gemahlene Mandeln ohne Schale
  • 30g Butter
  • 100g Vollrohrzucker
  • 150 ml Sahne
  • 200ml Milch
  • 3 gehäufte Löffel Reismehl (findet man im Reformhaus)
  • je 1/2 TL Kardamom & Zimt

Zubereitung:

Die gemahlenen Mandeln mit Reismehl, Milch, Kardamom & Zimt und 50 ml heißem Wasser in einer kleinen Schüssel mit dem Mixstab oder dem Handrührer gut durchmixen. Die Butter in einem Topf schmelzen und Zucker sowie Sahne gut mit der Butter vermengen. Das lässt man kurz aufkochen und rührt dann die zuvor durchgemixte Mandelmischung mit einem Schneebesen ordentlich unter. Das Ganze lässt man unter ständigem Rühren aufkochen und bei niedriger Hitze etwas andicken. Die Creme kann nun in die Schälchen gefüllt werden und entweder sofort oder abgekühlt serviert werden. Ich bevorzuge die kühle Variante, weil sie dann etwas fester wird und das Mandelaroma besser durchkommt. Hierbei darauf achten, dass die Creme zunächst bei Raumtemperatur abkühlt, bevor sie in den Kühlschrank wandert.. heißes kommt besser nie in den Kühlschrank, sonst bildet sich Kondenswasser!

Tipp: Ich habe Hafersahne sowie Hafermilch verwendet! Wenn man jetzt noch die Butter durch Margarine ersetzt, hat man ein köstliches veganes Dessert, das deftig heftig gut schmeckt und dennoch wohl bekömmlich ist!

Ich experimentier momentan sehr viel und ersetze allmählich Sahne, Milch & co durch pflanzliche Alternativen. Ich bin zwar keine Veganerin, achte aber trotzdem darauf, nicht übermäßig viel tierisches zu verputzen, was ich wirklich jedem ans Herz legen möchte! Es ist wirklich spannend! Man steht im Laden und kann sich zwischen Mandel-, Hafer-, Reis- oder Dinkelmilch entscheiden..alles natürlich, wohlschmeckend und so unterschiedlich. Gleiches Spiel bei der Sahne und beim Kochen merkt man keinen Unterschied! Außer, dass es vielleicht noch ein bisschen besser schmeckt und man sich wohler fühlt, denn diese Produkte sind wesentlich leichter und pflanzliches verwertet der Körper einfach besser. Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann mal so kochen werde, aber ich bin begeistert und überrascht. So begeistert, dass meine Neugier sich neulich veganen Käse und vegane Salami bestellt hat. Fazit: Alles muss man dann doch nicht probieren, denn der Käse hat noch nicht mal nach etwas essbarem geschmeckt und ich hege nun mal eine sehr große Leidenschaft für echten fettigen Käse! Aber immerhin fand ich die vegane Salami lecker!

In diesem Sinne.. probiert, nascht, ersetzt, steigt um, steigt ab, entdeckt, genießt!

Einfach weils da ist und erkundet werden kann!


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